Das Polizeimuseum (2000-2016)

Gründerväter des Basler Polizeimuseums sind die beiden damals dem Verkehrszug angehörenden Hans Kaufmann (*1945) und Daniel Vogt (*1956).

 

Als 1990 die letzten beiden schwarz/weissen BMW-Dienstmotorräder verschwinden sollten, entschlossen sie sich etwas zu tun, um diese der Nachwelt zu erhalten. Sie wandten sich an Polizeikommandant Mohler, der ihnen Unterstützung zusagte und entsprechende Weisungen erteilte, aber bemerkte, dass „vorerst keine Ausgaben entstehen dürfen“.

 

Als auch in den Medien vom Vorhaben der beiden berichtet und damit das Projekt korpsintern und auch ausserhalb publik wurde, strömte ihnen von überall her Material zu, Material, das ohne ihre Initiative unwiederbringlich verschwunden wäre. Die beiden verhinderten damit, dass von da an historisch wertvolles Material verschwand oder vernichtet wurde.

 

Schon bald stellte sich aber die Frage nach geeigneten Lagerräumen. Vom Polizeikommando war vorerst keine grosse Unterstützung zu erwarten. Um Geld zu beschaffen und die Sammelleidenschaft auf eine breitere Basis zu stellen, initiierten die beiden Sammler 1993 den Museums- und Kulturverein der Polizei Basel-Stadt (MKV). An der Gründungsversammlung vom 15. Dezember 1993 im Keller des Blauen Hauses nahmen unter dem Tagespräsidium von Oberstleutnant Robert Heuss etwa 50 Personen teil, erster Vereinspräsident wurde Hauptmann Thomas Steinmann (*1951). In der Folge konnte die Mitgliederzahl auf 130 erhöht werden.

 

Der Verein unterstütze die Idee eines Polizeimuseums ideell und finanziell und bot auch kulturelle Veranstaltungen an. Hauptsorge des Vereins bildete über lange Jahre die Suche nach geeigneten Lager-Lokalitäten für die zahlreicher werdenden Sammelobjekte, die auch Fahrzeuge umfassten. Die ursprünglich genutzten Räume im APS mussten wegen Umbaus im September 1997 aufgegeben werden. Der Verein mietete nun private Lagerräume, was aber dem Polizeikommando nicht so recht gefallen wollte. Es bot zwar durchaus Unterstützung an, nur durfte diese nichts kosten.

 

Hilfe kam von einem Vereinsmitglied, von Kurt Ehret (*1943), dem Leiter des Bewilligungswesens im Departement, der 1998 die Kellerräumlichkeiten des ehemaligen Fundbüros zur Verfügung stellen konnte. Aber auch der neue Stabschef, Oberstleutnant Roger Fischer, unterstützte das Ziel, ein Polizeimuseum zu errichten, nach Kräften. Nach langen Vorbereitungen konnte dieses 2000 im Spiegelhof eröffnet werden. Hans Kaufmann war schon 1999 aus persönlichen Gründen aus dem Verein ausgestiegen.

 

2008 konnte ein neues und geradezu ideales Lager für die in der Zwischenzeit auf mehrere Tausend Stück angewachsene Sammlung gefunden werden. Die wertvollen Gegenstände aus dem Stadtbild und aus dem Polizeialltag sind in einem klimatisierten und gesicherten Raum unter idealen Bedingungen untergebracht und digital katalogisiert. Auch für die Fahrzeuge konnte ein akzeptabler Garagenraum gefunden werden. Ebenfalls 2008 wechselte der Verein seinen Namen auf Polizeimuseum Basel-Stadt.

 

Die Polizeileitung unterstützt heute die Sammel-, Archivar- und Konservatortätigkeit von Wm Daniel Vogt durch Zurverfügungstellung von Arbeitszeit, aber auch durch Sachkredite für die fachmännische Unterbringung und Pflege dieses unwiederbringlichen Kulturgutes und für die stetige Erneuerung des kleinen aber feinen Museums im Spiegelhof. Auf das Polizeijubiläum 2016 wird bereits die vierte Ausstellung realisiert. 

Polizeimuseum Basel
Spiegelhof
Spiegelgasse 6-12
4051 Basel

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