
Charme in Uniform
Basel und seine Polizeigehilfinnen
Seit Juni 1967 versahen erstmals Polizeigehilfen (PG) ihren Dienst auf Basels Strassen. Sie waren unbewaffnet und kümmerten sich vorwiegend um Parksünder. Im Dezember 1968 wurden dem neu geschaffenen Dienst erstmals Frauen zugeteilt. Die Bevölkerung nannte sie Politessen oder auch "Schuggermysli". Ihnen standen vier verschiedene Uniformen, alle mit Jupes, zur Verfügung.
Im Jahre 1969 änderte man die Bezeichnung in "Verkehrsdienstangestellte" (VDA) um. Zur Neuuniformierung im Jahre 1977 erhielten die Frauen eine türkisfarbene Bekleidung. Seit 1997 heissen die Verkehrsdienstangestellten "Polizeidienstangestellte" (PolA). Die Gruppe zählt heute 59 Frauen und 24 Männer.
Basel auf dem Weg zur Gleichberechtigung
Die erste Polizeiaspirantenschule mit weiblicher Beteiligung dauerte von Oktober 1980 bis September 1981. Am 1. Oktober 1981 nahmen die ersten sechs Polizistinnen ihren Dienst auf. Sie hatten die gleichen Pflichten, Aufgaben und Rechte wie die Männer. Auch der Lohn war gleich. Zur Uniform gehörten anfangs Jupe und Hose.
Die Polizistinnen spielten für die Entwicklung des Polizeicorps, aber auch für die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft, eine wichtige Rolle. Obwohl die Frauen überdurchschnittlich gute Leistungen erbracht hatten, wurde die nächste Aspirantenschule wieder als reine Männerschule geführt, weil die Polizeileitung vorerst Erfahrungen mit den Frauen sammeln wollte. Vorurteile und Skepsis wurden rasch ausgeräumt. Heute versehen bei der Kantonspolizei Basel-Stadt 92 Frauen gleichberechtigt mit 645 Männern ihren Dienst.
