
Vier Täter machen grosse Beute
In der Nacht vom Freitag 8. April 1960, wurde bei der Firma Durand & Huguenin eingebrochen. Aus dem aufgeschweissten Kassenschrank wurden 640'000 Franken gestohlen. Die Täter mussten Insider-Kenntnisse besessen haben, weshalb über 1000 Angestellte überprüft wurden. Beim Polen namens N. fiel auf, dass er zuvor grundlos gekündigt hatte.
Ein Grenzwächter erinnerte sich, dass in der fraglichen Nacht auf der Dreirosenbrücke aus einem Auto Gegenstände in den Rhein geworfen worden waren. Taucher fanden an der Stelle Schweisserwerkzeuge und eine Ledermappe mit Einbruchwerkzeug. Die Ermittlungen wiesen auf eine Täterschaft aus dem Raume Frankfurt hin.
Nachforschungen ergaben, dass der Pole N. in der Nacht vor der Tat mit einem Bulgaren namens J. in einem Hotel in Lörrach übernachtet hatte, obwohl N. in Weil a. Rh. wohnte. Inzwischen hatte N. in Basel eine neue Stelle angetreten und passierte täglich den Zoll an der Hiltalingerstrasse. Ein deutscher Zollsekretär erinnerte sich, in der Tatnacht ein Fahrzeug mit zwei Männern und mit Frankfurter Kennzeichen abgefertigt zu haben. Er wurde an den Zoll Hiltalingerstrasse versetzt, wo er unter den 3000 bis 4000 Personen, die den Zoll täglich passierten, N. schliesslich wiedererkannte. Der gleiche Zollsekretär erinnerte sich auch, dass der zweite Mann im Frankfurter Auto G. S. geheissen hatte. Bei einer Gegenüberstellung in Frankfurt konnte er nach mehreren Wochen S. wiedererkennen. In S. Autogarage arbeitete ein Russe namens Sa., der ebenfalls in den Einbruch verwickelt war.
Bei N., J. und Sa. wurde eine Beute von je 160'000 Franken sichergestellt. Die Beute des Frankfurter Garagisten S. wurde jedoch nicht gefunden.
