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Situationsplan aus den Polizeiakten

Ein Raubmord für 15 Franken

Am Vormittag des 29. Mai 1946 fuhr K. mit dem Velo zum Zigarrengeschäft der Frau H. an der Klybeckstrasse 1, welches er regelmässig besuchte. Während der Unterhaltung mit der Verkäuferin schloss K. plötzlich die Ladentüre, würgte die Frau, rannte in das hinter dem Laden gelegene Wohnzimmer, griff nach einem auf dem Tisch liegenden Rüstmesser und versetzte der Frau acht tödliche Messerstiche in die Brust.
Die Tatwaffe
Bei der Plünderung der Kasse fielen dem Täter 15 Franken in die Hände. Als ein Fremder den Laden betreten wollte, ergriff der Mörder über den Hinterhof die Flucht. Zuhause wechselte er die Wäsche, brachte sie in eine Reinigung und mischte sich am Tatort unter die zusammengelaufene Menge.
Bei der Ermordeten fand man einen Hemdenknopf, der vermutlich vom Täter stammte. Die Kundschaft des Zigarrenladens wurde überprüft. K. bestritt, mit dem Fall etwas zu tun zu haben. Schliesslich fand man bei seiner Wäsche ein braunrotes Hemd, an dem ein Knopf fehlte. Nach hartnäckigem Leugnen gab K. die Tat zu und erklärte, während der Unterhaltung mit Frau H. über ein Buch in plötzliche Aufwallung gekommen zu sein. Der Täter wurde zu 18 Jahren Zuchthaus verurteilt.

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