Das Kriminalmuseum (1950-1982)

Am 12. Mai 1950 wurde im Truchsesserhof, Heuberg 28, eine kriminaltechnische Lehrmittelsammlung der Staatsanwaltschaft eröffnet, das ‚Kriminalmuseum‘.

Schon seit Jahren trug man sich bei der Staatsanwaltschaft mit dem Gedanken ein Kriminalmuseum anzulegen. Leider erlaubte der ewige Platzmangel im Lohnhof nicht, dieses Vorhaben zu realisieren. Erst im Februar 1950 ergab es sich, dass im Hinterhaus der Liegenschaft Leonhardsgraben 45 (Jugendanwaltschaft, Truchsesserhof) für Büros ungeeignete Räume frei wurden. Nun konnte all das in Archiven der Staatsanwaltschaft und auf Estrichen liegende Material zu einer Lehrmittelsammlung für Polizeibeamte und Beamte der Staatsanwaltschaft zusammengebracht werden.

Obwohl die Ausstellung bei der Einweihungsfeier gelobt wurde, zeigten sich bald Mängel bezüglich Raumbeleuchtung und der durch die Zimmeröfen mit Russ geschwärzten Wände und Decken, was auch dem Ausstellungsgut nicht wohl bekam. Schon im September 1951 wurde die ganze Sammlung wieder ausgeräumt und die Räume renoviert, die Holzöfen entfernt und durch elektrische Deckenheizungen ersetzt. Die Wiedereröffnung erfolgte im Januar 1952. Bis im April 1954 wurde die Sammlung von rund 800 Interessenten besucht.

Die ‚Amtsordnung und allgemeines Geschäftsreglement der Staatsanwaltschaft‘ vom 18. Januar 1966 enthielt folgende Bestimmung:

 

Kriminalistische Sammlung

§ 58. Die Staatsanwaltschaft unterhält, vornehmlich zu Lehrzwecken, eine Sammlung kriminalistisch wertvoller Gegenstände, insbesondere solcher Gegenstände, die zur Begehung von Verbrechen gedient haben oder bestimmt waren, oder die durch ein Verbrechen hervorgebracht worden sind. Die Beaufsichtigung dieser Sammlung liegt dem Chef des Kriminalkommissariats ob. Er kann weitere Beamte mit der Pflege dieser Sammlung betrauen.

 

1982 entschied die Leitung der Staatsanwaltschaft, die Lehrmittelsammlung wegen Inanspruchnahme der Räumlichkeiten durch die Jugendanwaltschaft aufzulösen. Nach Erstellen eines Inventars wurde sie im Papierkeller der Staatsanwaltschaft, Kohlenberg 27, deponiert. Dort lag sie bis zum Auszug aus dem Lohnhof 1995. Sie wurde in Schachteln verpackt und in die Kellerräumlichkeiten des Waaghofes gezügelt. Dort sollte eigentlich, so war es auf den Plänen eingezeichnet, ein Kriminalmuseum entstehen. Da niemand die Sache an die Hand nahm, kam es nie soweit. 1998 konnte das wertvolle Material in den Bestand des Polizeimuseums übernommen und elektronisch inventarisiert werden.

Polizeimuseum Basel
Spiegelhof
Spiegelgasse 6-12
4051 Basel

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